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Starker Keeper und zwei "Knipser"
30. Januar 2012 | Von pw Flensburg. Ein "Trio Infernale" besorgte DHK Flensburg den zweiten Heimsieg im neuen Jahr der 3. Handball-Liga. Im so wichtigen Duell gegen den direkten Konkurrenten HSV Insel Usedom überragte vor allem Torhüter Gerald Dobratz (22 Paraden). Und vorne wirbelten Lasse Johannsen und Kai-Simon Römpke mit je zwölf Treffern den Aufsteiger zum verdienten 40:33 (18:15)-Erfolg. "Handball kann manchmal so einfach sein. Auch wenn unsere Abwehr nicht so gut stand, wie ich mir das vorstelle, haben wir konsequent den Abschluss gesucht und damit die Punkte geholt, die wir unbedingt brauchen", sagte Trainer Matthias Hahn.
Die Anfangsformation der Flensburger hatte aber zunächst große Probleme mit den Insulanern. Usedom kam zu vielen leichten Toren aus dem Rückraum, gerade der Bulgare Tudor Ruskov bekam von der DHK-Deckung zu viel Freiraum. "Wir standen in den ersten 15 Minuten einfach zu passiv in der Abwehr. Da fehlte auch die Abstimmung im Mittelblock", erkannte Hahn und stellte um. Peter Stotz spielte nun die Spitze der 5:1-Formation. Zudem löste Gerald Dobratz den völlig glücklosen Christoph Peters im Tor ab.
Und wie wichtig ein Torhüter im Handball sein kann, bewies der 24-Jährige postwendend. Vier Paraden in Folge - und aus dem 8:10 (15.) war ein 12:10 (21.) für DHK geworden. Diese Führung gaben die Flensburger bis zur Pause auch nicht mehr her.
In der Halbzeit hatte Matthias Hahn das Angriffsspiel seiner Mannen noch einmal fein justiert. In der ersten Halbzeit noch zu oft am HSV-Mittelblock hängen geblieben, suchte DHK nun konsequent über die Halb- und Außenpositionen den Abschluss. Vor allem die linke Angriffsseite mit Johannsen und Römpke versetzte die Zuschauer immer wieder mit spektakulären Würfen ins Staunen. So steuerten die Flensburger beim 25:19 (39.) auf einen lockeren Kantersieg zu. "Nach 40 Minuten haben wir dann aber wieder völlig die Abwehrarbeit eingestellt. Wir haben Usedom ungehindert kommen lassen, teilweise geträumt", monierte Hahn und nahm prompt eine Auszeit. Danach war es vor allem Jan-Torben Ehlers, der mit sechs Treffern aus dem Rückraum für Entlastung sorgte. Beim 33:25 (50.) von Peter Stotz war dann endgültig die Entscheidung gefallen.
"Man darf aber auch nicht vergessen, dass unsere rechte Angriffsseite und unsere Abwehr einen schlechten Tag hatten. Wenn wir die kommenden schweren Aufgaben bestehen wollen, müssen wir in allen Mannschaftsteilen zulegen und vor allem diese unnötigen Zeitstrafen und technischen Fehler abstellen. Sonst brechen diese uns auswärts wieder das Genick", trat Hahn mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel am Sonnabend (19 Uhr) beim SC Magdeburg II schnell auf die Euphoriebremse.DHK Flensburg: Peters, Dobratz - Jansen (2), Johannsen (12), Römpke (12/2), Ehlers (5), Sievers, Molsen (4), Bath, Stotz (3), Best (2).
HSV Insel Usedom: Hintzke, Berndt - Neidel (2), Wendt (3), Fink (1), Wendlandt (4), Bernhardt (1), Wicht (2), Babatz (3), Glende (1), Nietzel (4/4), Fischer (3), Ruskov (5).
Siebenmeter: 2/2:4/3.
Zeitstrafen: 6/6.
Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin).
Zuschauer: 220.
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