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Körperspannung scheint zurück
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FLENSBURG. Es war ein Pflichtsieg. Nicht mehr und nicht weniger. Darüber waren sich am Sonnabendabend beim DHK Flensborg auch alle im Klaren, nachdem man das erste Spiel im neuen Jahr deutlich mit 39:29 (18:13) gegen Schlusslicht SV Brandenburg-West gewonnen hatte. Dennoch sorgte der Erfolg für gute Laune. Kein Wunder, wusste vor der Partie doch keiner, wo die Mannschaft nach dem Trainerwechsel und den zwei Wochen Training unter Neu-Trainer Matthias Hahn stehen würde. »In erster Linie sind wir zufrieden, dass wir gewonnen haben. Wir bleiben aber realistisch und werden diesen Sieg nicht überbewerten«, so Hahn, der nach dem Spiel mit Jubel bei der anschließenden öffentlichen Pressekonferenz empfangen wurde.

Sicherlich gibt der Sieg gegen das schwache Schlusslicht kein Grund zur Euphorie, dennoch zeigte die Mannschaft von Beginn an ein anderes Gesicht als noch im vergangenen Jahr. Vor allem die Ausstrahlung sprach Bände. Aggressiv in der Deckung und vor Spielfreude sprühend im Angriff zeigten die Hausherren eine insgesamt gute Leistung und heimsten so verdientermaßen Lob vom Neu-Trainer ein.
Weniger Gegentore

»Ich habe viele gute Dinge gesehen. Aber nicht alles lag an mir. Die Abläufe im Angriff ist nach wie vor Volker Paul verantwortlich, der das mit der Mannschaft trainiert hat. Sie hat es allerdings hervorragend umgesetzt und so 39 Tore erzielt«, lobte Hahn auch die Vorarbeit seines Vorgängers. »Zudem habe ich einen Fortschritt in der Abwehr gesehen. Aber ich habe auch Dinge gesehen, die noch nicht so gut waren. So sind 29 Gegentore für meinen Anspruch zu viel. Es dürfen gerne drei bis vier weniger in Zukunft sein.«

Den ersten Gegentreffer unter Hahn bekam der DHK erst in der 6. Minute. Zu dem Zeitpunkt führte der Gastgeber bereits mit 5:0. Ein Start nach Maß, der der Mannschaft Sicherheit gab und de Gegner sofort zeigte, dass die Trauben in der Idrætshalle an diesem Abend für den SV hoch hängen würden.

»So schlecht fand ich Brandenburg vor allem im ersten Durchgang nicht. Aber wir haben natürlich auch durch die Führung an Selbstvertrauen gewonnen. »Theke« (Torhüter Christoph Peters, Anm. d. Red.) und die Abwehr haben gut zusammen harmoniert wodurch wir auch in der Lage waren, einfache Tore zu machen«, meinte der DHK-Trainer. Entsprechend setzten die Flensburger nach und bauten die Führung weiter aus und zwangen den SV beim Stand von 6:12 (20.) zu einer Auszeit. Zwar kam man in der Folgezeit bis auf 12:15 heran, aber bis zur Pause bauten die Hausherren die Führung auf 18:13 wieder aus.

»Hin und wieder wollten wir einfach zu viel, was dann oft zu technischen Fehlern und unvorbereiteten Würfen führte«, sah Hahn einen kleinen Grund, für einige Gegentore.
Spaß und Vertrauen

Doch eine richtige Schwächephase offenbarte der Gastgeber an diesem Tage nicht. Im Gegenteil, Spieler wie Christopher Bath, in der Vergangenheit eher unglücklich agierend, und Lasse Johannsen drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Letztgenannter wurde im Anschluss mit seinen 11 Treffern zum »Man of the Match« geehrt, während Bath eine Erklärung für die insgesamt gute Darbietung des DHK hatte.

»Matthias hat versucht, wieder Spaß ins Training zu bringen. Die letzten Monate waren nicht leicht für die Mannschaft, weil die Erfolge fehlten. Seine Ansagen sind deutlich und vermitteln, dass er jedem Spieler vertraut. Eine Sache, die für mich wichtig ist, damit ich Leistung bringen kann«, so Bath, der nicht nur im Angriff gute Akzente setzte, sondern auch in der Abwehr von Beginn an eine ordentliche Leistung ablieferte.

Auch nach dem Seitenwechsel behielt der DHK das Heft in der Hand und baute die Führung weiter aus. So war es am Ende nur noch eine Frage, wie hoch der Sieg ausfallen würde.

»Mir war in erster Linie wichtig, dass wir gewinnen. Dass die Mannschaft dann auch noch eine ordentliche Leistung ablieferte, ist umso schöner. Es war sicherlich nicht hochklassig, aber bei weitem besser, als ich es erwartet hatte«, so Hahn. »Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie Handball spielen kann. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann ist der Klassenerhalt realistisch.«

Somit dürfte der frische Wind, der mit der Verpflichtung von Hahn durch die Idrætshallen wehte, sicherlich nicht nur die neuen DHK-Fahnen in Bewegung halten, sondern auch noch weiter für gute Laune beim Drittligisten sorgen. Der Sieg gegen Brandenburg weckte jedenfalls Appetit auf mehr.

DHK: Peters, Dobratz - Jansen, 5, Johannsen 11/1, Römpke 4/2, Ehlers 4, Steffensen, Molsen 3, Bath 7/1, Stotz, Best 5, ­Goetzien.

Brandenburg: Witowski - Donath 1, Reckzeh 3, Krug 4, Bieganski /7/, Franz 1, Fleischer 2, Teichert 2, Fähling 4, Greupner 1, Ackermann 4/1.
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