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Katastrophen-Start: DHK unterliegt Mitaufsteiger
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Flensburg. Es sollte der erhoffte Befreiungsschlag vor dem Weihnachtfest für DHK Flensburg werden. Doch das "Vier-Punkte-Spiel" gegen den Mitaufsteiger SG Achim/Baden wurde für den Handball-Drittligisten zum Alptraum. Nach einer desolaten ersten Hälfte kämpfte sich DHK wieder zurück, verlor am Ende aber - unter "freundlicher Mithilfe" des sehr einseitig pfeifenden Gespanns Isler / Stockfleth - in letzter Sekunde mit 28:29 (13:18) und überwintert damit fünf Punkte hinter den Nichtabstiegsplätzen.

"Am Ende haben die Schiedsrichter leider den Ausgang mitentschieden. Aber zu allererst müssen wir uns aufgrund der katastrophalen ersten Halbzeit an die eigene Nase fassen", sagte DHK-Trainer Volker Paul selbstkritisch. Für beide Mannschaften ging es um sehr viel. Und das merkte man ihnen in der Anfangsphase auch deutlich an. So mussten die ersten Tore jeweils hart erarbeitet werden. DHK hielt zwar zunächst eine knappe Führung, doch es fehlte den Flensburgern an den Tugenden, die im Abstiegskampf gefordert sind - Einsatz, Laufbereitschaft, Kampfeswillen und den nötigen Teamgeist zeigte in der ersten Halbzeit nur der Gast. "Vor allem in der Abwehr waren wir viel zu passiv, wie ängstliche Hasen. Wir wussten genau, was Achim/Baden spielen wird und haben es trotzdem nicht verhindert", ärgerte sich Volker Paul. So kassierte DHK nach dem 9:9 (15.) vier Treffer in Folge und geriet ohne große Gegenwehr fast schon aussichtslos mit 11:18 in Rückstand.

Doch nach Wiederbeginn spielte DHK wie umgewandelt. Frohes Mutes nahmen die Gastgeber den Kampf nun an und nutzten eine doppelte Zeitstrafe für Achim/Baden zur Aufholjagd. Neun Tore in Folge brachten die 20:18-Führung (40.) durch Jan Molsen. Tim Steffensen, der nach der Pause in den Mittelblock gerückt war und diesem deutlich mehr Stabilität verliehen hatte, musste dann aber mit der dritten Zeitstrafe schon wieder raus. Die Schiedsrichter geizten nun nicht mit Hinausstellungen für die Flensburger, obwohl diese weder überhart noch unfair agierten. Allein zehn Zeitstrafen musste DHK im zweiten Durchgang wegstecken und agierte so fast permanent in Unterzahl.

So konnte sich die SG nach der Roten Karte für Jan Molsen auch zwangsläufig absetzen und sah beim Stand von 25:29 (58.) schon wie der sichere Sieger aus. "Am Ende hat uns dann auch noch das Glück verlassen", beaduerte Paul. Denn Flensburg bewies Moral, kam trotz doppelter Unterzahl zum 28:29-Anschluss und eroberte wenige Sekunden vor Ende den Ball. Doch es gab keine gute Wurfchance mehr.DHK Flensburg: Peters (15 Paraden), Dobratz - Jansen (5), Johannsen (4), Römpke (9/3), Ehlers, Steffensen, Sievers, Molsen (4), Bath (3), Stotz (1), Best (2).

SG Achim/Baden: Blum, Thalmann - Block-Osmers (4), Doormann (1), Katz (5), Freese (9/2), Denker (8/3), Pansing, Zschorlich, Stoick (1).

Zeitstrafen: 11:6. - Siebenmeter: 3/3:5/5. Rote Karten: Steffensen (40.); Molsen (53./beide wegen dritter Zeitstrafe. Schiedsrichter: Isler/Stockfleth (Norderstedt/Lüneburg). Zuschauer: 250.
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