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Pokalpartie verloren, viele Erkenntnisse gewonnen: Für den DHK Flensborg war erwartungsgemäß schon in der 1. Hauptrunde um den DHB-Pokal Endstation. Zweitligist HC Empor Rostock erwies sich bei seinem Auftritt vor rund 320 Zuschauern in Idrætshallen als die erwartete »Übermacht« und drückte den Klassenunterschied beim 42:19 (22:9)-Erfolg am Ende auch im Ergebnis klar aus.
Bei seiner Heimpremiere bewies der neuformierte Oberligist trotz der klaren Unterlegenheit eine intakte Moral, wobei allerdings besonders die »junge Garde« des DHK zuviel Respekt vor dem etablierten Zweitligisten zeigte. »Das Ergebnis ist ein bisschen zu hoch ausgefallen«, bilanzierte DHK-Coach Volker Paul, »wir waren in der Abwehr lange Zeit instabil und haben uns im Angriff viele Fehler erlaubt.«
In den verbleibenden zwei Wochen Vorbereitungszeit muss es nun dem neuen DHK-Trainer gelingen, aus vielen Einzel-Elementen ein funktionales Ganzes zu schaffen. »Nun konzentrieren wir uns auf die Feinabstimmung im spielerischen Bereich. Damit werden wir bis zum Saisonstart nicht abgeschlossen haben, müssen bis dahin aber angesichts des schweren Auftaktprogramms schon recht gut gerüstet sein.«
Permanent unter Druck
Beim ersten »offiziellen coming out« legte das neuformierte SdU-Team alle Schwächen und Stärken an den Tag. Gegen einen in jeder Hinsicht überlegenen Gegner standen die Hausherren permanent unter Druck, mussten 60 Minuten lang an die Schmerzgrenze gehen und absolvierten einen echten Härtetest.
Unabhängig vom Spielstand zog Volker Paul wie angekündigt seine »Versuchs-Reihen« durch. Mit Lasse Johannsen (links) und Robert Koch (rechts) ist die Stammforma-tion für die Flügel wohl schon gefunden. Ebenso dürften mit Peter Stotz (Kreis) und Kai-Simon Römpke (linker Rückraum) weitere Routiniers sich zur Erstaufstellung fest rechnen. Mit Christopher Barth (22) meldete hingegen der erste Youngster Ansprüche an, im rechten Rückraum die erste Wahl zu sein.
Weniger überzeugend fiel hingegen Bewerbung von Jan Flatterich als Spielmacher aus. Der Neuzugang von der HSG Tarp-Wanderup produzierte eine Vielzahl an Fehlpässen und erwischte insgesamt keinen guten Tag. Abzuwarten bleibt, ob es Alternativ-Spielern wie Jacob Weidner (20), Kjeld Weigelt (22) und André Nicolaisen (19) gelingt, sich im Rückraum weiter in den Vordergrund zu bewegen. »Die erfahrenen Spieler bilden den Stamm, können aber nicht eine Saison alleine durchhalten. Es muss uns also gelingen die jungen Spieler nachzuschieben«, formuliert Paul die Zielsetzungen.
Allrounder Jacob Weidner, Ruben Best (20) am Kreis, Christian Jansen (23) auf der rechte Außenbahn und Rasmus Rahlf (21) auf Linksaußen symbolsieren gemeinsam mit Christopher Barth den großen Umbruch, der beim DHK in Angriff genommen ist. Und selbst auf der Torhüter-Position ist der Konkurrenzkampf zwischen Routinier Nils-Martin Römpke (36) und Christoph Peters (24) voll entfacht.
»Alle sind sehr willig, doch wir müssen und finden und das braucht Zeit«, bringt es Paul auf den Punkt.
DHK Flensborg: Peters, N.M. Römpke - Koch, Nicolaisen, Stotz 3, Weigelt 1, Best, Bath 1, Johannsen 2, Jansen 1, Flatterich 2, K.S. Römpke 8/4, Weidner 1, Rahlf.
HC Empor Rostock: Herold, Hoene - Ehlers 4, Bruna 3, Ruskov 3, Detloff, Runge 7, Holtz, Todosijevic 9/4, Höwt 1, Scheel, Ladig 2, Harms, Gruszka 4, Gudz, Thormann 5, Schröder, Zemlin 3.
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