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DHK brachte sich selbst um möglichen Erfolg (Flensborg Avis)
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Marc Peetz (mp@fla.de)
FLENSBURG. Sowohl vor als auch nach dem Spiel war oft der Satz zu hören: »Gegen SV Henstedt-Ulzburg musst du nicht gewinnen.« Das mag in erster Linie vielleicht richtig sein. Dennoch muss man dem DHK Flensborg nach der 24:31 (11:13)-Niederlage vorwerfen, dass sie sich letztendlich selbst um einen möglichen Erfolg und eine große Überraschung in der 3. Liga gebracht hat. Denn auch wenn das Ergebnis es nicht zeigt, so spielten die Flensburger 37 Minuten lang auf Augenhöhe mit.
»Aber dann haben wir innerhalb von vier Minuten alles kaputt gemacht«, so DHK-Trainer Volker Paul nach dem Spiel.
Was war passiert?
Bis zur besagten Minute spielten die Flensburger gegen den Favoriten aus Henstedt gut mit, ließen diesen vor allem im ersten Durchgang nicht davonziehen und blieben stets in Schlagdistanz. »Wir wussten, dass es eine schwere Partie werden würde«, sagt Henstedt-Trainer Tobias Skerka später. »Entsprechend war die Partie über weite Teile ausgeglichen«.
Als Henstedt kurz nachein­ander zwei Zeitstrafen kassierte und der DHK 15:14 in Front lag, schienen die Hausherren nun im Vorteil. Doch es sollte ganz anders kommen. Denn zunächst düpierte Tim Völzke sowohl DHKs Kai-Simon Römpke als auch den ansonsten guten Torhüter Gerald Dobratz und traf zum 15:15. In der Folge trafen dann auch noch der ehemalige Flensburger Stefan Pries, nach einem technischen Fehler von den auch an diesem Tag unglücklich spielenden Christopher Bath, Jens Thöneböhn und auch der Ex-Flensburger Lasse Kohnagel und brachten somit den SV mit 18:15 in Front. Als dann Rasmus Gersch zum 19:15 traf, hatte Paul genug gesehen. Er nahm eine Auszeit und pfiff seine Mannschaft lautstark zusammen. Dabei übertönte er sogar die Musik-Anlage der Idrætshalle.
Eine Standpauke, die Wirkung zeigte, denn der DHK kämpfte sich wieder ran und schien nun wieder in die Spur gefunden zu haben. Doch ein erneuter technischer Fehler der Hausherren - und das Unheil nahm seinen Lauf. Binnen vier Minuten zogen die Gäste von 19:17 auf 24:18 (47.) davon.
Schwaches Bild
Schlimmer als die Fehler, war zu dem Zeitpunkt das Verhalten des DHK auf dem Platz, denn man ließ sich von den Gästen nun fast ohne Gegenwehr überfahren. Die bauten die Führung sogar auf 26:19 aus. Symptomatisch für das schwache Rückzugsverhalten der Flensburger war der Treffer von Julian Lauenroth. Einen Gegenstoß konnte Christoph Peters zwar parieren, aber weil drei Ulzburger und bis auf Rechtsaußen Christian Jansen kein DHK-Spieler mitgelaufen war, landete der Ball beim Gäste-Rechtsaußen, der sicher verwandelte. »Darüber wird noch zu sprechen sein«, machte Paul auch seinen Unmut deutlich.
»Nach der verlorenen Überzahl haben wir das Spiel auch mental verloren. Trotzdem darf man dann nicht so undiszipliniert auftreten, wie wir es dann in der Folgezeit gemacht haben«, sagte der DHK-Trainer.
Zeigte der DHK sich in der Phase von seiner schwachen Seite, so konnten die rund 300 Zuschauer in der Idrætshallen vor allem im ersten Durchgang einen DHK erleben, der sich nicht aufgab. Denn nach einem 1:5-Rückstand (6.) bissen sich die Hausherren in die Partie zurück und konnte in der 12. Minute ausgleichen. In der Deckung zeigte man sich hart und kompromisslos, während man im Angriff mal mit Geduld und mal durch leichte Tore zum Erfolg kam. Lohn der Mühen war die 9:8-Führung (19.). Am Ende musste man den Gast jedoch bis zur Pause wieder auf 13:11 davon ziehen lassen, der in Torhüter Markus Noel seinen besten Spieler hatte.
Zwei Wochen Pause
»Trotz guter Abwehrarbeit haben wir dann die Partie verloren. Wir hatten vor allem im zweiten Durchgang zu viele technische Fehler. Wir müssen weiter hart daran arbeiten, unsere Leistung zu stabilisieren. Das andere wird sich dann entwickeln«, so Paul, der nun erstmal zwei Wochen Zeit hat, seine Mannschaft auf die Partie beim TSV Altenholz einzustellen.
»Wir haben jetzt zum ersten Mal zwei Wochen in Folge mit dem gesamten Kader trainieren können. Die nächsten zwei werden dazu beitragen, dass wir uns noch mehr stabilisieren können«, ist sich der DHK-Trainer sicher.
DHK: Peters, Dobratz - Jansen 3, Johannsen 2, Römpke 10 /2, Ehlers 3, Steffensen n.e., Sievers 2, Molsen 3, Bath 1/1, Stotz, Best, Götzien n.e.
Henstedt: Noel, Hampel n.e. - Pries 4, Gafsi n.e., Kohnagel 7, Lang, Scheffler, Gersch 8/2, Lauenroth 6, Völzke 2, Wrage 1, Thöneböhn 3
Marc Peetz
mp@fla.de

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