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Beim Überzahlspiel versagt (shz)
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40 Minuten lang boten die Handballer von DHK Flensburg dem großen Favoriten HSG Henstedt-Ulzburg Paroli. Doch ausgerechnet in mehrfacher Überzahl versagten dem Drittliga-Aufsteiger die Nerven. Henstedt nutzte diese Schwächephase eiskalt aus und gewann am Ende noch deutlich mit 31:24 (13:11) in der Idraetshalle. "Wir haben eine gute Abwehrleistung gezeigt und konnten so lange mithalten. Doch wir müssen uns auch vorwerfen lassen, dass wir eine zu hohe technische Fehlerquote, eine schlechte Chancenverwertung und ein indiskutables Rückzugsverhalten an den Tag gelegt haben", sagte Trainer Volker Paul klare Worte nach der sechsten Niederlage in Folge.

Der Anfang ließ nichts Gutes hoffen. DHK begann nervös, warf überhastet. Henstedt sagte Danke. Doch das schnelle 0:4 (5.) warf die Gastgeber nicht aus der Bahn. Mit Jan-Thorben Ehlers im Rückraum klappte es nun wesentlich besser. Dieser markierte dann auch den 5:5-Ausgleich (12.). Die Flensburger Abwehr stand von Beginn an wesentlich stabiler als in den letzten Partien. Und auf Gerald Dobratz im Tor war erneut Verlass. Doch sein Gegenüber Markus Noel entpuppte sich allzu oft als Spielverderber. Allein zehn Mal parierte der HSG-Schlussmann in der ersten Hälfte und leitete leichte Gegenstoßtore ein. So drehte sich die erste DHK-Führung (9:8, 19.) noch in den 11:13-Pausenstand um.

Nach der Pause schloss der Aufsteiger dann aber gleich wieder auf. Die kompakte Deckung ließ Henstedts hoch dekorierten Rückraum nicht zur Entfaltung kommen. Jan Molsen gelang der 14:14-Ausgleich, der sonst blasse Christopher Bath markierte im Anschluss die 15:14-Führung (37.). Ausgerechnet in doppelter Überzahl ließ sich DHK dann aber den Schneid abkaufen. Leichtfertige Ballverluste und unaufmerksame Verteidigung brachten Flensburg vollkommen aus den Tritt und ihren Trainer auf die Palme. "In dieser Phase haben wir das Spiel verloren. Wir haben nicht nur versäumt, unser Spiel ruhig weiter zu spielen, sondern haben uns auch mental runter bringen lassen", analysierte Paul, der in der Auszeit nach dem 15:19 (41.) seine Spieler ungewohnt laut und deutlich anging. Doch das nutzte nichts mehr. Die Köpfe der Flensburger hingen nach unten, Henstedt hatte nun deutlich Oberwasser. Die individuelle Klasse von den Ex-Flensburgern Stefan Pries und Lasse Kohnagel sorgte dann auch für die endgültige Entscheidung beim 19:26 nach 50 Minuten. DHK Flensburg: Peters, Dobratz - Jansen (3), Johannsen (2), Römpke (9/2), Ehlers (3), Sievers (2), Molsen (4), Bath (1/1), Stotz, Best.

HSG Henstedt-Ulzburg: Noel - Pries (4), Kohnagel (7), Lang, Gersch (8/2), Lauenroth (6), Völzke (2), Wrage (1), Thöneböhn (4).

Schiedsrichter: Hollmann/Jost (Habenhausen). - Siebenmeter: 5/3:2/2. - Zeitstrafen: 3:5.

Zuschauer: 450.
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