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"Wölfe" lassen DHK keine Chance (shz)
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Die "Wölfe" bleiben in eigener Halle eine Macht. Im Derby der 3. Handball-Liga Nord der Männer gegen Aufsteiger DHK Flensburg siegte die HSG Tarp-Wanderup mit 40:28 (18:16) und wurde ihrem Ruf als Torfabrik der Liga erneut gerecht. Entsprechend zufrieden war Trainer Kai Nielsen mit seiner Mannschaft. "Wir haben erneut eine starke Vorstellung geboten. Zwar hatten wir im ersten Abschnitt das eine oder andere Problem, doch nach der Abwehrumstellung haben wir die Partie kontrolliert und letztlich auch verdient gewonnen." So sah es auch sein Kollege Volker Paul: "Es war ein auch in der Höhe verdienter Erfolg, vor allem nach dem Wechsel waren wir chancenlos. Die HSG hat ihr Spiel sehr konsequent durchgezogen."

700 Zuschauer, tolle Stimmung in der Treenehalle - beste Vorzeichen für ein gutes Handballspiel. Und das wurde den Fans auch von der ersten Minute an geboten. Dabei zeigte der Aufsteiger, der auf Routinier Peter Stotz verzichten musste, eine couragierte Vorstellung und stellte die Tarper Deckung vor so manche Probleme. Der Ex-Tarper Kai-Simon Römke setzte im Rückraum der Gäste die Akzente und die Außen Christian Jansen und Lasse Johannsen zeigten sich treffsicher. Dennoch lagen die Hausherren zunächst immer knapp in Front.

Zwar wurde Mario Petersen von der aggressiven Deckung der Flensburger gut abgeschirmt, dafür nutzte Sjören Tölle den Raum immer wieder zu erfolgreichen Würfen aus dem Rückraum aus. So war der Treffer zum 7:6 (11. Minute) bereits sein fünfter in der Partie. Die erste kleine Schwächephase der Gäste nutzten die Treenehandballer dann, um sogar bis zum 11:7 (16.) davon zu ziehen. In der folgenden Auszeit fand Volker Paul aber wohl die richtigen Worte, denn als der brandgefährliche Lasse Johannsen nach 22 Minuten traf, war der Ausgleich wieder geschafft (13:13).

"Wir haben nach der Auszeit im Angriff wieder ruhiger gespielt und erst den Abschluss gesucht, wenn sich wirklich die gute Gelegenheit bot", fasste Volker Paul zusammen. Kai Nielsen ergänzte: "Wir haben nach der Vier-Tore-Führung ein wenig die klare Linie verloren und uns einige unnötige Fehler geleistet."

Das sollte sich aber nach der Pause wieder grundlegend ändern. Wer eine enge und hart umkämpfte Partie erwartete, sah sich schnell eines Besseren belehrt. "Wir haben gleich einen Blitzstart hingelegt. Mikkel Moldrup hat sehr gut gehalten und diese Ballgewinne haben wir dann optimal genutzt", analysierte Nielsen. Vor allem Timo Brüne war nun ein ums andere Mal der Nutznießer. Als der Linksaußen der HSG nach 39 Minuten den Treffer zum 26:17 erzielte, war das Spiel entschieden.

"Die HSG hat enormen Druck entwickelt und unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt. Zudem fehlten uns auch die nötigen Alternativen, um noch einmal dagegen zu halten", erkannte auch Volker Paul die Überlegenheit der Hausherren an. Die konnten munter durchwechseln und so auch das Tempo bis zum Schluss hochhalten. "Da kommt uns der breite Kader natürlich zu Gute. Wir können ohne Qualitätsverlust wechseln, das gibt auch die nötige Sicherheit", so Nielsen.

Der Rest der Partie war Schaulaufen, wobei sich auch ein junger DHK-Akteur wieder ins Gedächtnis rief. Jan Torben Ehlers zeigte sich von seiner Verletzung gut erholt und markierte in der Schlussphase noch fünf Treffer. In der Schlussminute handelte sich Jan Molsen nach einem Gerangel völlig überflüssig die Rote Karte ein und muss nun mit einer Sperre rechnen. Kai Nielsen richtete seinen Blick schon auf die kommenden Aufgaben: "Schnell abhaken, denn am Wochenende erwartet uns mit dem Spiel bei der SG Achim/Baden erneut ein schwerer Brocken".

Und am Dienstag, 25. Oktober, steht dann ja noch der DHB-Pokal auf dem Programm. Da erwarten die Wölfe um 20 Uhr in der Treenehalle den Zweitligisten TV Neuhausen. Die Baden-Würtemberger sind neben dem THW Kiel die einzige noch ungeschlagene Mannschaft im professionellen Handball. Eine ähnlich stimmungsvolle Kulisse wie im Derby wäre da natürlich eine willkommene Unterstützung für die Mannschaft von Kai Nielsen. HSG: Mikkel Tarp Moldrup, Hendrik Schefer - Malte Jessen (4), Reiner Kobs (2/2), Timo Brüne (6), Tjark Desler (2), Sjören Tölle (13), Kay Blasczyk (4), Simon Lundgaard Petersen, Tobias Otto (1), Jan-Martin Knaack, Mario Petersen (3), Arne Zschiesche (5).

DHK: Gerald Dobratz, Christoph Peters - Tim Steffensen (1), Torben Sievers (1), Jan Molsen (2), Ruben Best (2), Christopher Götzien (2), Jan Torben Ehlers (5), Christopher Bath, Christian Jansen (3), Lasse Johannsen (6), Kai-Simon Römpke (6/2).

Siebenmeter: 3/2:2/2. - Zeitstrafen: 6:3.

Rote Karte: Jan Molsen (DHK/59.).

Zuschauer: 700.

Schiedsrichter: Klinke/Klinke (Bordesholm).

 
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